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Memmelsdorf Artikel
Memmelsdorf ist eine Gemeinde in Oberfranken und grenzt östlich unmittelbar an die Kreisstadt Bamberg.
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Genauso wie für die meisten Orte des Bamberger Landes lässt sich die genaue Entstehungszeit nicht festlegen. Durch die Berücksichtigung des Besitzes des königlichen Kammergutes in Memmelsdorf kommt man jedoch auf eine Gründungszeit um etwa 900. Durch das Fehlen einheimischer Klöster zur damaligen Zeit lässt sich keine siedlungsgeschichtliche Überlieferung nachweisen.
Um 1120 wird das Dorf des Mam, Mamo oder Memo nachgewiesen. Ein Franke namens Mamo ist der Namensgeber für Memenstorf, Memistorf, Mamestorf oder Mamenestorf - die Gründung die wir heute Memmelsdorf bezeichnen. Aufgrund überlieferter Straßennamen ist anzunehmen, das diese Gründung mit ihrer Lage zwischen zwei Bachläufen alte Verkehrswege sicherte.
- 900 Gründung des königlichen Kammergutes
- 1120 Gründung Dorf des Mamo
- 1248 Gründung Zent Memmelsdorf
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Bis zu dem Jahre 1953 bestand die Gemeinde Memmelsdorf ca. aus dem Ort Memmelsdorf und dem nahegelegenen Schloß Seehof . Hauptsächlich zur Unterbringung der vielen Flüchtlinge und Vertriebenen wurde 1954 die Siedlung Lichteneiche gegründet, welche in den folgenden Jahren schnell zu einer typischen Vorstadt-Siedlung heranwuchs.
Große Veränderungen für die Gemeinde brachte die Gemeindegebiets-Reform. Seit dem freiwilligen Zusammenschluß mit fünf früher selbständigen Gemeinden in dem Jahre 1972 besteht die Gemeinde Memmelsdorf aus den 9 Orten Drosendorf, Kremmeldorf, Laubend, Lichteneiche, Meedensdorf, Memmelsdorf, Merkendorf, Schmerldorf, Weichendorf und dem Schloß Seehof.
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| Bevölkerungsentwiklung seit 1840
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| Jahr | Einwohner | Einwohner/km²
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| 1840 | 1.869 | 71
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| 1871 | 2.109 | 81
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| 1900 | 2.096 | 80
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| 1925 | 2.179 | 83
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| 1939 | 2.496 | 95
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| 1950 | 3.623 | 138
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| 1961 | 5.693 | 218
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| 1970 | 6.582 | 252
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| 1987 | 7.893 | 302
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| 2002 | 8.950 | 342
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| 2004 | 9.262 | 354
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| Zusammensetzung des Gemeinderates (3. März 2002)
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| Christlich-Soziale Union/Freie Wählergemeinschaft (CSU/FWG)</font> | 31,73 Prozent | 7 Sitze
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| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)</font> | 17,58 Prozent | 3 Sitze
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| Vereinigte Wählergemeinschaft Memmelsdorf (VWG)</font> | 17,51 Prozent | 4 Sitze
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| Bürgerblock Lichteneiche</font> | 11,60 Prozent | 2 Sitze
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| Wählerliste Weichendorf (WLW)</font> | 8,45 Prozent | 2 Sitze
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| Aktive Bürger Drosendorf (ABD)</font> | 8,25 Prozent | 1 Sitze
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| GRÜNE Liste/Unabhängige Liste Memmelsdorf (GRÜNE L/ULMe)</font> | 4,88 Prozent | 1 Sitze
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| Summe | 20 Sitze
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Für das hochstiftische Memmelsdorf lässt sich kein eigenes Siegel nachweisen. Erst in der königlich-bayerischen Zeit führte die Gemeindeverwaltung die damals üblichen Dienstsiegel . Am 5.12 1963 gab das Bayerische Staatsministerium des Inneren die Zustimmung zur Annahme eines Wappens mit folgender Beschreibung: "Gespalten; vorne in Gold die Gestalt des Zentrichters mit schwarzem Umhang und schwarzem Hut, der in der Rechten einen silbernen Stab, in der Linken ein goldenes Buch hält; hinten in Silber aus einem grünen Dreiberg wachsend ein grüner Eichbaum mit goldenen Eicheln ." Gleichzeitig mit der Wappenverleihung genehmigte das Ministerium das Führen einer Fahne durch die Gemeinde Memmelsdorf. Sie zeigt drei Streifen in der Farbenfolge Schwarz-Gelb-Grün und kann auch mit dem Gemeindewappen geführt werden. Die Regierung von Oberfranken stimmte am 1.07 1973 dem Gemeinderatsbeschluss vom 30.01 1973 zu, nachdem das bisherige Gemeindewappen auch für die Großgemeinde Memmelsdorf Geltung haben soll.
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Kultur und Sehenswürdigkeiten | |
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Schloss Seehof war die ehemalige Sommerresidenz und das Jagdschloss der Bamberger Fürstbischöfe. Es ist heute Außenstelle des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Errichtet wurde es 1686 nach Plänen von Antonio Petrini .
Die Vierflügelanlage mit ihren charakteristischen kuppelbekrönten Ecktürmen liegt innerhalb eines unter der Regierungszeit Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn angelegten Barockgartens, dessen Ausgestaltung unter der Federführung von Fürstbischof Adam Friedrich Graf von Seinsheim ihren Höhepunkt erreichte. Die von Ferdinand Dietz (Tietz) geschaffenen über 400 Sandsteinskulpturen gingen vor und nach der Säkularisation bis auf kleine Reste verloren. Von der ehemaligen Pracht dieses Rokokogartens bezeugen heute vor allem die umfangreich restaurierte Kaskadenanlage, sowie die monumentalen Gruppen des Raubes der Proserpina und des Blitzeschleudernden Jupiters westlich des Schlosses. Weitere Bruchstücke der plastischen Ausgestaltung der Gartenanlage können in der Ferdinand Tietz-Sammlung in dem westlichen Pavillon der ehemaligen Orangerie besichtigt werden. In dem östlichen Orangerieraum wird von Ostern bis Oktober ein Restaurant-Cafe betrieben. Die ehemaligen fürstbischöflichen Repräsentationsräume in dem Westflügel des ersten Obergeschoßes wurden in den vergangenen Jahren unter Bezugnahme auf die Epoche Adam Friedrichs von Seinsheim restauriert. Der Höhepunkt der Raumfolge ist sicher der Weiße Saal mit dem unvergleichlichen Deckengemälde von Giuseppe Appiani in Form eines raumüberspannenden Götterhimmels, der auf das Leben in einer fürstbischöflichen Sommerresidenz anspielt.
Geöffnet ist das Schlossmuseum vom 1. April bis zu dem 31. Oktober täglich, außer Montag, von 9.00 bis 18.00 Uhr. Vom 1. November bis 31. März bleibt das Museum geschlossen. Den Schlossgarten kann man ebenfalls vom 1. April bis 31. Oktober in der Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr besichtigen. Vom 1. November bis 31. März allerdings ca. von 9.00 Uhr bis zu dem Einbruch der Dunkelheit.
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Wirtschaft und Infrastruktur | |
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Die Gemeinde Memmelsdorf liegt 6km östlich der Stadt Bamberg an der Staatsstraße 2190. Die Gemeinde ist über die A70 (Maintalautobahn Schweinfurt-Bayreuth) und über die A73 (Frankenschnellweg Nürnberg-Bamberg) erreichbar. Östlich des Autobahnkreuzes A70/A73 (Bamberger Kreuz) ist die Abfahrt der A73 Bamberg-Memmelsdorf. Unmittelbar an der Abfahrt liegt der Gemeindeteil Lichteneiche. Von dort aus sind es 2km bis Memmelsdorf.
Alle Orte der Gemeinde sind an das Stadtbus-Netz von Bamberg angeschlossen.
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